Gesundheit fest im Blick

Aufgrund meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass (haut-) kranke Menschen so mit ihrer Krankheit beschäftigt sind, dass sie die Gesundheit aus den Augen verlieren bzw., wie in meinem Fall, gar nicht im Blick haben. Es gab Phasen, da war selbst die kleinste Besserung ein Erfolg für mich, an Heilung konnte ich in dieser Zeit nicht einmal denken. Sie kam unter den mir realistisch erscheinenden Möglichkeiten einfach nicht vor. Ich habe mich damals im Labyrinth der Neurodermitis bewegt, keinen Ausweg gesehen, habe immer wieder neue Therapien ausprobiert, mich aber eigentlich im Kreis gedreht.

Wie die meisten Kranken hatte ich meinen Fokus auf die Krankheit gerichtet, nicht auf Heilung und so ging es zunächst darum, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Auf diesem neuen Weg entwickelte ich eine andere Herangehensweise, die Heilung war nicht mehr primäres Ziel bei meinen „Experimenten“, sondern mein Wohlgefühl rückte ins Zentrum. Ich suchte Techniken, die mir Wohlbefinden bescherten, unabhängig davon, ob sie einen positiven Einfluss auf meine Hautsituation hatten oder nicht.

Meinen Blickwinkel weg von der Zentrierung auf die Neurodermitis und hin zu Gesundheit und Wohlbefinden zu wenden, war ein enormer Schritt und bedeutete damals für mich eine Drehung um 180 Grad. In meinem Buch Nicht kratzen, waschen! Neurodermitis verstehen und heilen beschreibe ich diese tiefgreifende Wandlung und die Techniken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben.